Thursday, 28 July 2011

Sommer in Schottland

Meine Lieben
Bis gestern später Abend genossen wir wochenlang das schönste Sommerwetter: heisse Tage und angenehm kühle Nächte, dazu nur ganz wenige der aufsässigen kleinen Beissfliegen, "midgies" genannt, die den Menschen hier oft die lauen Abende vergällen.
Doch jetzt ist offenbar wieder eher grau-feuchtes Wetter angesagt. Das heisst aber auch, dass ich meine Blumen im Garten nicht mehr zu giessen brauche. Auch das Grün leuchtet wieder grüner.

Hier ein paar Eindrücke der vergangenen Tage und Wochen.

Zuerst Oban im Sommer- und Festkleid:
 Sommersonnenuntergang über der Bucht von Oban, fast ganz im Norden (über der Insel Lismore und der Halbinsel Morvern)
Aufnahme vom 12. Juli 2011, zehn vor zehn
 Oban in Feststimmung, während der Feiern zum 200. Jahrestag von Oban mit "Stadt"-Status
(1811 wurde dem kleinen Fischerort Oban der Status einer "Burgh" zuerkannt). Aufnahme vom 13. Juli 2011.
 Oban im Sommerkleid – Aufnahme vom 13. Juli 2011

Sodann Barran-Kilmore – frühmorgens, tagsüber, am Abend:
 Am Geburtstag meiner einzigen Nichte bricht der Tag hier so an – Aufnahme vom 14. Juli 2011, fünf vor fünf
 Der Garten, der zum Haus namens Woodburn in Kilmore gehört – am 18. Juli 2011, kurz vor 14 Uhr.
Auf der Eingangsseite des Hauses blüht dieser Rosenstock seit April fast ununterbrochen,
Blüte um Blüte – Aufnahme vom 4. Juli 2011.
Die schönsten, duftendsten Rosen kommen im Hauptteil des Gartens jetzt zu ihrer zweiten Blüte (27.7.2011).
 Es ist heiss! Sogar kleine Katzen verdursten fast... (27.7.2011)
 
 Abendhimmel von meinem Garten aus – 18. Juli 2011, 22h20
 Anblick des Abendhimmels von Kilmore-Barran aus – 21. Juli 2011, 22h – die Tage werden jetzt doch deutlich kürzer!

Beeren, Beeren!
Sommerbeeren, wild gepflückt (rote und weisse Himbeeren, Walderdbeeren) und selber gezogen
(Stachelbeeren, im Bernbiet "Chroosle" genannt) – Aufnahme vom 13.7.2011
 Gleich neben meinem Haus frisch gepflückte Walderdbeeren –
die heutige Portion in der eben eingetroffenen Geburtstagsschale – Danke, Fré!  – Aufnahme vom 19.7.2011

Ein paar Eindrücke aus der weiteren Umgebung – zuerst die Jahrtausende alten Hinkelsteine im Kilmartin Glen, ca 45 Autominuten südlich von hier:
 Kilmartin Glen – Nether Largie Komplex: der grosse Zentralstein mit markanten Schalen und Ringmustern – eine Seltenheit!
Foto vom 23. Juli 2011
 Kilmartin Glen – Nether Largie Komplex – Foto vom 23. Juli 2011 
Sodann ein paar Eindrücke vom malerischen Loch Melfort und dem wunderschönen Arduaine Park:
 Blick über Loch Melfort vom Melfort Hotel aus – Foto vom 23. Juli 2011
 Ein Juwel im Juwel: Türkenbundlilien im wunderschönen öffentlich zugänglichen Park von Arduaine
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011
Eine wilde Rose hat von einem grossen Rhododendron Besitz genommen. Im Park von Arduaine
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011

Zum Schluss zwei Selbstporträts und ein kühler Tipp für heisse Tage:
Bei meiner Haustür – Foto vom 20. Juli 2011 – da wars grad nicht so sonnig.
 Frisch gespült – nach einem erfrischenden Bad im nahegelegenen Naturteich mit Wasserfall – Foto vom 27. Juli 2011
Und dies ist der Ort der Erfrischung: Im Glen Feochan (auch Musdale glen genannt) hat es dieses
wunderbare, natürliche Planschbecken mit Wasserfall – 27. Juli 2011
... da kommen Kindheitserinnerungen an Planschereien in der Sensematt bei Thörishaus auf!

Thursday, 7 July 2011

Connect. Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit – Shedhalle Zürich, 14.7.-11.9.2011

Eröffnung einer spannenden Ausstellung in der Shedhalle Zürich:
13. Juli 2011, 19h. Mit Apéro, Sommerbuffet und Bar bis spät

Connect. Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit
Eine Ausstellung mit Medienkunst aus dem Sitemapping-Programm (BAK) 2003-2011

KünstlerInnen: Stefan Baltensperger, Maia Gusberti [mit ausgezeichneter Video-Arbeit C.Scapes], Felix Stephan Huber, Esther Hunziker, Anja Kaufmann und Roman Häfeli, knowbotiq, Marcus Mäder und Jan Schacher, Norient (Thomas Burkhalter mit Michael Spahr und Simon Grab), Max Rheiner, Myriam Thyes, Ubermorgen.com, Christoph Wachter und Mathias Jud

Kuratorinnen: Anke Hoffmann, Yvonne Volkart
Kuratorische Assistenz: Angela Wittwer

Das Ausstellungsprojekt "Connect. Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit" versammelt 13 von Sitemapping geförderte medienkünstlerische Projekte, die unserer Meinung nach das Engagierte von Medienkunst hervorstreichen, progressive Medienästhetiken entwickeln und mit der Frage nach dem Subjektsein in einer neuen Medien- und Maschinenwelt verknüpfen.
Gemeinsam ist allen Arbeiten, dass sie die Widersprüchlichkeit und Komplexität machtvoller Abhängigkeiten nicht verneinen oder vereinfachen, sondern mittels hybrider Medienstrategien progressiv und unmittelbar umsetzen und erfahrbar machen. Die Ausstellung möchte verschiedene typische Strategien wie Partizipation, Interaktivität, Flüchtigkeit, Dislocation oder Einsatz lokativer Medien zusammenbringen und die Frage aufwerfen, wo sie sich mit anderen engagierten Kunstpraktiken treffen.

Die Ausstellung und der publizierte Ausstellungskatalog (ab Mitte August 2011) sind eine Kooperation der Shedhalle mit dem Programm Sitemapping / Bundesamt für Kultur (BAK). 

Thursday, 2 June 2011

Die Energiewende ist machbar! – JugendSolar

Meine Lieben
Heute schicke ich einen Aufruf weiter:

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Die Energiewende ist machbar! 

Ganz unter diesem Motto hat Jugendsolar by Greenpeace seit 1998 zusammen mit mehr als 10'000 Jugendlichen rund 180 Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, sozialen Einrichtungen, Bauernhöfen, Firmen- oder Privatgebäuden gebaut.

Diesen Sommer montieren wir auf dem Dach des Ikea-Gebäude in Lyssach eine Photovoltaik-Anlage, welche den Strom für rund 60 Haushalte liefern wird.

Haben Sie Lust, beim Bau der Anlage mit anzupacken?
Für die letzte Bauwoche, von Montag, 4. bis Freitag, 8. Juli, sucht Greenpeace Schweiz junge und jung gebliebene Helferinnen und Helfer! Einzelpersonen, wie auch Familien mit Kindern ab 12 Jahren sind herzlich willkommen. Mehr dazu…

Beim Bau dieser Anlage nicht dabei sein und Jugendsolar trotzdem unterstützen?
Es gibt für Jugendliche, Firmen, LehrerInnen, Vereine oder Hausbesitzer[Innen] zahlreiche Möglichkeiten, sich bei Jugendsolar zu engagieren. Mehr dazu…

Herzliche Grüsse      

Retze Koen
Greenpeace

PS. 100'000 Arbeitsplätze für die Schweiz dank erneuerbaren Energien! Haben Sie die Cleantech-Initiative schon unterschrieben?

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Wednesday, 25 May 2011

Eine wunderbare Entdeckung

Meine Lieben

Neulich habe ich im Zusammenhang mit einer Übersetzung eine Website entdeckt, wo mensch ganz wunderbare und auch nachdenklich stimmende Lebensgeschichten lesen kann. Zum Teil sind sie von (kleinen) Fotos begleitet.

Guckt doch mal im Museum für Lebensgeschichten vorbei:
www.museumfuerlebensgeschichten.ch/t3
 
Viel Vergnügen! 

Tuesday, 24 May 2011

Stürmische Zeiten

Meine Lieben

Wir haben eine stürmische Nacht und einen stürmischen Tag hinter uns.

Ich hatte in Oban zu tun, sonst wäre ich nicht hinaus.
Alle Fähren lagen sicher vertäut im Hafen von Oban – das Meer war viel zu rau und die Anlegestellen auf den Inseln viel zu exponiert für einen sicheren Fährverkehr. An solchen Tagen bin ich ganz froh, auf dem Festland zu wohnen...
Die Sturmböen haben mich im Auto schier von der Uferstrasse gehievt und verpassten ihm eine Meerwasserwäsche von den Wellen, die auf die Uferstrasse peitschten.
Dachziegel wirbelten durch die Luft; Kehrichttonnen schlitterten über die Strassen; dicke Äste und Laub lagen überall umher, wo es Bäume hatte.
In Oban stand der Verkehr während Stunden still, weil ein umgefallener Baum auf der nördlichen Ausfallstrasse zwischen Oban und Dunbeg die Strasse blockierte. Nix ging mehr auf der Hauptverbindung nach Fort William und Glasgow.
Und von ca. 15h15 bis ca 15h45 erlitt das ganze Städtchen Oban, wie Inverness weiter nordöstlich etwas später, einen Stromunterbruch. Spätere Stromunterbrüche in Oban dauerten dann bloss noch ein paar Minuten.
Auf einer Strecke von fünf Meilen zwischen Kilmore im Süden von Oban lagen vier Bäume über die Strasse (wurden oder waren allerdings weggeräumt, als ich durchfuhr).
Der Wind hievte Jachten auf Uferblöcke und riss sie von ihren Boyen, so dass sie frei im tiefen Wasser umhertrieben.
Gärtnereien haben ihre Plastictunnels und viele junge Pflanzen verloren.
Auf einer Brücke bei Glasgow stiess der Sturmwind einen grossen Laster um; Züge fuhren nicht, weil Bäume die Stromleitungen umgerissen hatten oder auf den Gleisen lagen – es war ein riesiges Chaos, umso ärger, weil die Sturmspitze ungefähr zur Feierabendzeit einfuhr.

Leider forderte der Sturm ein Todesopfer – ein Baum fiel auf einen jungen Mann in seinem Auto.


Doch alles in allem ist dies nichts im Vergleich zum riesigen Tornado, der am Sonntag in Joplin, Missouri, USA, über hundert Menschenleben gefordert hat. Der Sturm hatte eine solche Kraft, dass er sogar die Rinde von den Bäumen riss!

Thursday, 19 May 2011

Ältester Neffe zu Besuch

Meine Lieben
Vergangenes Wochenende kam mein ältester Neffe auf Kurzbesuch in meine Gegend. Leider war das Wetter bloss mässig, doch schafften wir es trotzdem, ein paar meiner Lieblingsorte nördlich, östlich und südlich von Oban zu besuchen.Wie vor zwei Jahren mit meinen Eltern, fuhr ich in den Kilmartin Glen mit seinen unzähligen prähistorischen Stätten, Steinkreisen und in grosse Steine eingemeisselte Ringe und Näpfe. In Temple Wood entzückten uns die vielen "bluebells", blaue Glockenblümchen, im Gras.
Der Besuch war allzu kurz, und schon am Montag früh hiess es für den jungen Mann, wieder den Weg in die Schweiz unter die Füsse, Räder und Flügel zu nehmen. Hier der Strahlemann am Hafen von Oban vor dem Wahrzeichen des Städtchens, dem pseudo-romanisch-gothischen McCaig's Tower oben auf dem Hügel.
Ich hoffe, M. kommt bald wieder und für etwas längere Zeit.
Euch allen, die diese Zeilen lesen, viel Sonne und das richtige Mass an Nass, Musse, Freude und allem, was Euer Herz begehrt.

Wednesday, 13 April 2011

So bestreiten Sie kompetent Energiediskussionen

Meine Lieben alle

Was ich am ersten Tag befürchtet hatte, als ich die Bilder der Explosion eines Atomreaktors in Fukushima, Japan, am Fernsehen sah, ist leider inzwischen eingetroffen: eine Atomkatastrophe des schwersten Ausmasses ist dort im Gange. Zehntausende von Menschen mussten und müssen ihre Häuser verlassen, die Landwirtschaft und die Fischerei werden für die nächsten mindestens dreissig Jahre unter den Folgen leiden, und der GAU ist immer noch im Gang – niemand weiss, was noch bevorsteht.

Angesichts dieser Katastrophe – und des ersten Jahrestages der Erdölkatastrophe im Golf von Mexico, der leider auch bloss die Spitze eines unheilvollen Eisbergs ist – müssen wir dringend weg vom Atomstrom und vom Erdöl und hin zu wirklich erneuerbaren Energien, die nicht die ganze Natur auf Generationen hinaus schädigen und unser auch schon aus den Fugen geratenes Klima noch mehr anheizen.

Nun bin ich zum Glück nicht die Einzige, die so denkt, und ich bin sehr froh darüber. Und hier ist etwas ganz Konkretes: Greenpeace organisiert einen Kurs, den ich selber sehr gerne besuchen würde. Leider ist der Weg etwas zu weit dafür, aber vielleicht interessiert sich jemand von Euch dafür:


"Möchten Sie die komplexen Zusammenhänge in der Energiepolitik genauer unter die Lupe nehmen? Lösungsmodelle verstehen und in energiepolitischen Diskussionen souverän auftreten?

Im neuen Kurs von Greenpeace Schweiz «Energy Academy – 100% erneuerbar» zeigen wir Ihnen an 2 Samstagen, 30. April & 7. Mai 2011, Zusammenhänge und Lösungen in der schweizerischen Energiepolitik auf. In kleinen Gruppen entwerfen wir Szenarien für die Zukunft und üben in moderierten «Arenen» Argumente und überzeugendes Auftreten.

Für die Kursleitung konnten wir Rudolf Rechsteiner, alt Nationalrat, Dozent an ETH, Uni Basel & Bern und Aernschd Born, Autor, Musiker und Kommunikator, gewinnen. Sie versprechen ein fundiertes und inspirierendes Kursprogramm."