Im Lauf von weniger als zehn Tagen wurde der hiesigen ForscherInnengemeinde bei SAMS – Scottish Association for Marine Science – völlig unerwartet gleich zwei Mitglieder für immer entrissen:
Am Samstag, 19. Januar 2013 kam Christopher Bell, ein junger Doktorand aus Lancashire, in einem grossen Schneebrett in Glencoe ums Leben. Die Lawine riss auch vier weitere junge Menschen in den Tod. Ein junger Mann konnte sich mit viel Glück und dank guten Reflexen retten. Die sechste Person, eine junge Frau erlitt schlimme Kopfverletzungen. Soweit ich weiss, ist sie noch in Glasgow hospitalisiert. Die überaus talentierten jungen Menschen waren alle versierte WinterbergsteigerInnen, gut trainiert und ausgerüstet. Keine der sechs war über 29.
SAMS trauerte noch um den vielversprechenden Doktoranden, als ein zweites, noch unerwarteteres Unglück einen der beliebtesten SAMS-Forscher dem Leben entriss:
Am Sonntag, 27. Januar 2013 ging Dr. Tim Boyd, der 55-jährige Mann einer meiner Bekannten und (Stief-)Vater von drei Töchtern, mit seinen Hunden spazieren. Auf der Jubilee Bridge, einem Holzsteg über die Salzwiese (tidal marsh/salt marsh) im Loch Laich, wurde er von einem Blitz erschlagen. Der Tag war regnerisch und kalt, doch war von Gewitter weit und breit keine Spur. Ab und zu gibt es hier Wetterbedingungen, bei denen aus "heiterem Himmel" ein einziger Blitz in die Erde fährt.
Tim Boyd war Physischer Ozeanograph, ein wunderbarer Vater, Lehrer, Forscher. An der Gedenkfeier für ihn, die hier in Oban gestern stattfand, wurde der grossen Trauergemeinde klar, was für ein Verlust sein Tod für seine Familie und die wissenschaftliche Gemeinschaft bedeutet. Er und seine Frau und die Töchter kamen ungefähr ein Jahr vor mir aus Corvallis in Oregon in die Gegend von Oban.
Ich habe zahlreiche Bekannte, die in der einen oder anderen Kapazität bei SAMS arbeiten. Wir sind alle erschüttert und eigentlich sprachlos. Es war traurig, Tims Ursprungsfamilie zuzuhören, die ihre erste Schottlandreise so viel lieber aus einem freudigeren Anlass gemacht hätten...
Es war aber auch erhebend, die vielen lustigen Geschichten zu vernehmen, die seine Familie und FreundInnen über ihn zu erzählen hatten. Der Anlass war die würdige Feier eines einflussreichen Lebens.
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Friday, 8 February 2013
Monday, 27 August 2012
Grianan
Fotos von meinem schon nicht mehr so neuen Zuhause in Oban. Vor Kurzem konnte ich den Mietvertrag bis Mitte Oktober 2013 verlängern. Danach sehe ich weiter...
(Übrigens: Falls Fotos angeschnitten erscheinen, einfach darauf klicken und Grossansicht "geniessen"!)
Wenn chunnsch oder chömeter? :)
(Übrigens: Falls Fotos angeschnitten erscheinen, einfach darauf klicken und Grossansicht "geniessen"!)
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| "Grianan": Teil des Holzgeländers der Zugangstreppe, Haustür, Badezimmerfenster |
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| "Grianan": Blick vom Gartenhaus in Richtung Südwesten. Die strassenseitige Ecke des Kings Knoll Hotel macht den Horizont. |
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| "Grianan": Blick von der Strasse in die nordöstliche Ecke des Gartens mit Gartenhaus, Nachbarhaus und Fenster meines Gästezimmers. |
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| Ende Januar 2012 schien die Sonne durchs Esszimmer und zeichnete den Schatten von Surfira auf die Wohnzimmerwand neben dem Sofa.
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| Das Wohnzimmer hat einen kleinen Holzofen. Durch meine endlich Vorhang-gezierte Gartentüre sieht man im Bild rechts auf den Rasen und ein paar Hausdächer/Häuser im kleinen Quartier unten am Abhang. |
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| "Grianan": Blick vor dem Haus. Vor Wohn- und kleinem Schlafzimmer liegt eine Sonnenterrasse (das Velo steht inzwischem im Gartenhaus). Das Tal zwischen "Grianan" und dem Horizont heisst Longsdale – "Tal der Schiffe" (ein skandinavisches Wort). Die Häuser verdecken den Blick auf eine ansehnliche Siedlung mit Dutzenden von weiteren Häusern. |
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| Waschtag! Neben "Grianan" in Blickrichtung Süden liegt oben am steilen, mit fast das ganze Jahr über blühenden Büschen Abhang ein Stück Rasen mit Wäscheleinen. |
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| Oben: Blick
auf die Hauptstrasse, die von Norden nach Oban hinunter führt. Grianan steht ungefähr auf halber Höhe von der Krete zum Wasser etwas unterhalb der Strasse, von wo aus man bloss die obersten Ziegelreihen des Daches sieht. Ein Dutzend Stufen führen von der Strasse zum Hauseingang hinunter. Unten: Wochenlang konnte ich die feinsten Beeren ernten! Unten rechts: Das Ergebnis eines kurzen "Raubzuges" durch meinen Garten. |
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Auf der anderen Seite des Häuschens "Grianan",
zwischen der Giebelwand
und dem Nachbarhaus
in nordöstlicher Richtung, steht ein rundes
Dutzend Himbeerstauden. |
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| Badezimmer. Nicht im Bild: links hinter der Türe steht eine Badewanne. Angeschnitten rechts: Dusche mit doppelter, viertelrunder Glasschiebetüre. |
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Gästezimmer in "Grianan".
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Monday, 25 June 2012
Viiiiielen Dank!
Liebe Alle
Ganz, ganz vielen Dank für alle Eure Geburtstagswünsche und -grüsse, für die Blumen, die Geschenke, die £100 für Oban Concern for Palestine gespendet ...
... und natürlich ganz besonderen Dank an mein Mueti für sein ermutigendes Dasein, das Lied und die Blumen zum Tag, meinem Vater für seine guten Wünsche, und meiner ganzen Familie für Grüsse und Karten und und und...
Mein Neffe Ricardo hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich letzten Samstag 56,4 Millionen Kilometer weit um die Sonne gereist bin! Wow!
Quizfrage: Wie manches Jahr haben wir auf dem Planet Erde dafür gebraucht? ;)
Herzlichste Grüsse in die Runde und alles Gute!
Peace! Pax! ¡Paz! Frieden! Paix! Pace! Shalom! Fois! Sìth! Eirene! Salaam!
[/) Blogger will offenbar keine griechischen oder arabischen Buchstaben hier]
PS: Mehr Fotos vom Fest und so gibts übrigens hier:
http://www.flickr.com
Ganz, ganz vielen Dank für alle Eure Geburtstagswünsche und -grüsse, für die Blumen, die Geschenke, die £100 für Oban Concern for Palestine gespendet ...
... und natürlich ganz besonderen Dank an mein Mueti für sein ermutigendes Dasein, das Lied und die Blumen zum Tag, meinem Vater für seine guten Wünsche, und meiner ganzen Familie für Grüsse und Karten und und und...
Mein Neffe Ricardo hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich letzten Samstag 56,4 Millionen Kilometer weit um die Sonne gereist bin! Wow!
Quizfrage: Wie manches Jahr haben wir auf dem Planet Erde dafür gebraucht? ;)
Herzlichste Grüsse in die Runde und alles Gute!
Peace! Pax! ¡Paz! Frieden! Paix! Pace! Shalom! Fois! Sìth! Eirene! Salaam!
[/) Blogger will offenbar keine griechischen oder arabischen Buchstaben hier]
PS: Mehr Fotos vom Fest und so gibts übrigens hier:
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Sunday, 29 January 2012
Naturbeobachtung vom Schiff aus – Corrywreckan
Guten Sonntag! Endlich wieder Mal ein Eintrag...
Seit etwas über drei Monaten wohne ich wieder in Oban, etwas am
Rand, aber doch in Fuss-Reichweite des Zentrums. Ich geniesse es, nur
fünf Gehminuten vom Meereststrand zu leben. Nah am Meer zu sein ist mir schon fast überlebenswichtig. Das
grosse Atmen jeden Tag mitzuerleben, das Kommen und Gehen von Flut und
Ebbe, hält mich im Leben und bringt alles in seine richtigen
Relationen.
Hier findet Ihr ein paar Bilder von meinem jüngsten Ausflug aufs Meer, mit einer Gruppe von Naturbegeisterten, unter kundiger Leitung von Skipper David Ainsley – Sealife Adventures, und Richard Wesley, dem Präsidenten der Seil Natural History Group, SNHG.
Unser Weg von Clachan Seil, wo wir um ca. 9h30 ablegten, führte an Belnahua und dem Leuchtturm auf der kleinen Insel Fladda vorbei ...
... nach Scarba und Jura. Auch die bewohnte Insel Luing kam unterwegs in den Blick, wo zwischen Festland und Insel ganz schön reissende Ströme herrschen. Erst um ca. 13h legten wir nach einer an sich ruhigen Fahrt bei trockenem, wenn auch nicht besonders sonnigen Wetter wieder in Clachan Seil an.
Ausser Schafen und Braunvieh notierten wir alles, was uns vors Auge und den Feldstecher kam: Meeradler, Goldener Adler, wilde Geissen, Rothirsche, Möwen (zu Dutzenden, wenn nicht Hunderten die "gewöhnlichen" Herings- und Schwarzrücken-Möwen, aber auch drei 2-jährige, hier überaus seltene Island-Möwen, die uns über eine halbe Stunde lang nachgeflogen sind).
Sogar der Rücken eines Tümmlers bögelte sich zwei Mal kurz aus den Wellen!
In einer stillen Bucht auf Jura fanden wir eine kleine Gruppe der immer seltener werdenden "gewöhnlichen Hafen-Seehunde" (Common Harbour Seal – keine Foto). Andernorts und unterwegs sichteten wir jede Menge andere Wat- und Meeresvögel. Auf der kleinen Insel Luing grasten Graugänse sowie Weisswangengänse, die hier Winterquartier machen und in ca. 2 Monaten wieder in ihr arktisches Sommerquartier fliegen werden.
Bloss der mir sehr liebe "Gannet" (Basstölpel) fehlte – dafür waren wir wohl zu wenig weit im offenen Meer, oder fehlte es an Fische(r)n: Die Anzahl dieser Vögel hat infolge widersinniger EU-Fischereigesetze nicht nur an den schottischen Küsten sehr zugenommen: Über die Hälfte des Fanges wird als illegal erklärt und zwingt die Fischer, alles meistens tot wieder ins Meer zurück zu werfen. So ein Unsinn – nach vielen Protesten mahlen diese Mühlen endlich langsam wieder rückwärts, was wohl die Zahl der Basstölpel wieder reduzieren wird...
Davids Boot ist bequem gross genug für 11 Passagiere und bietet sogar heissen Tee oder Kaffee und Biscuits sowie ein (enges) Örtchen für die äusserste Notdurft.
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| Richard |
Hier findet Ihr ein paar Bilder von meinem jüngsten Ausflug aufs Meer, mit einer Gruppe von Naturbegeisterten, unter kundiger Leitung von Skipper David Ainsley – Sealife Adventures, und Richard Wesley, dem Präsidenten der Seil Natural History Group, SNHG.
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| Vom Wasser aus gesehen, ein uraltes Haselgehölz |
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| Fladda mit Leuchtturm |
... nach Scarba und Jura. Auch die bewohnte Insel Luing kam unterwegs in den Blick, wo zwischen Festland und Insel ganz schön reissende Ströme herrschen. Erst um ca. 13h legten wir nach einer an sich ruhigen Fahrt bei trockenem, wenn auch nicht besonders sonnigen Wetter wieder in Clachan Seil an.
Ausser Schafen und Braunvieh notierten wir alles, was uns vors Auge und den Feldstecher kam: Meeradler, Goldener Adler, wilde Geissen, Rothirsche, Möwen (zu Dutzenden, wenn nicht Hunderten die "gewöhnlichen" Herings- und Schwarzrücken-Möwen, aber auch drei 2-jährige, hier überaus seltene Island-Möwen, die uns über eine halbe Stunde lang nachgeflogen sind).
Sogar der Rücken eines Tümmlers bögelte sich zwei Mal kurz aus den Wellen!
In einer stillen Bucht auf Jura fanden wir eine kleine Gruppe der immer seltener werdenden "gewöhnlichen Hafen-Seehunde" (Common Harbour Seal – keine Foto). Andernorts und unterwegs sichteten wir jede Menge andere Wat- und Meeresvögel. Auf der kleinen Insel Luing grasten Graugänse sowie Weisswangengänse, die hier Winterquartier machen und in ca. 2 Monaten wieder in ihr arktisches Sommerquartier fliegen werden.
Bloss der mir sehr liebe "Gannet" (Basstölpel) fehlte – dafür waren wir wohl zu wenig weit im offenen Meer, oder fehlte es an Fische(r)n: Die Anzahl dieser Vögel hat infolge widersinniger EU-Fischereigesetze nicht nur an den schottischen Küsten sehr zugenommen: Über die Hälfte des Fanges wird als illegal erklärt und zwingt die Fischer, alles meistens tot wieder ins Meer zurück zu werfen. So ein Unsinn – nach vielen Protesten mahlen diese Mühlen endlich langsam wieder rückwärts, was wohl die Zahl der Basstölpel wieder reduzieren wird...
Davids Boot ist bequem gross genug für 11 Passagiere und bietet sogar heissen Tee oder Kaffee und Biscuits sowie ein (enges) Örtchen für die äusserste Notdurft.
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| Meine 2. Tasse Kaffee des Tages – heute ganz speziell! |
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| Die Sonne mochte nur ganz knapp durch die dünne Wolkendecke. |
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| Es wirbelt und wallt ganz schön in den engen Passagen der Grey Dogs und des Corryvreckan, wo zudem eine Bergspitze 30m unter Wasser, "the Pinnacle" genannt, für zusätzlichen Druck und bei Flut für enorme stehende Wellen sorgt. Als ob die enormen Unterschiede zwischen dem offenen Meer und den von Inseln geschützten Ufergewässern nicht schon gross genug wäre. |
| Ein Diagramm der Landschaft unter Wasser, gefunden auf http://www.hebridean-wild.co.uk/, wo es jede Menge spannende Informationen über diesen aussergewöhnlichen Ort zu finden gibt. Dieses Diagramm beruht auf Daten vom Broadscale Mapping Project, finanziert vom Britischen Krongut/Crown Estate, Countryside Council for Wales, Natural England, Scottish Natural Heritage und der Universität Newcastle (SeaMap Forschungsgruppe), mit zusätzlicher Unterstützung der Europäischen Kommission (Life Programme). Bildgebung: Dr Jon Davies, Joint Nature Conservation Committee, aufgrund von Daten von Dylan Todd, Scottish Natural Heritage. [Copyright Jon Davies (JNCC)] – s. http://www.hebridean-wild.co.uk/about.html |
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| Ah, doch noch ein Sonnenstrahl über dem Wirbelwasser der Grey Dogs. |
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| Lavaschichten auf der kleinen Insel Lunga. Die Meerenge zwischen dieser Insel und Scarba heisst Grey Dog(s) und bietet auch ganz spannende Gewässer mit ansehnlichem Niveauunterschied, wenn die Flut aufs Land zu stürmt. Unser Skipper gab Vollgas, um den Wasserhügel zu meistern; es fühlte sich an wie eine Fahrt die Aare bei Münsingen hinauf, bloss etwas weniger lang... |
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| Oben – genau hingucken: Am Horizont, auf dem Gipfelchen links von der Mitte, steht ein kapitaler Rothirsch. |
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| Auf Scarba kraxeln weisse, gescheckte und dunkelbraune wilde Geisse, darunter mindestens drei Kitze, diagonal von unten rechts nach oben links eine Hügelflanke hoch. Etwas weiter unten weidete eine kleine Gruppe Rothirschkühe bewacht von einem jüngeren Bock. |
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| Nach einer spannenden Viertelstunde Kreisdrehen im Wirbel bei Leerlaufmotor gibt der Skipper wieder Gas, um den drittgrössten Meereswirbel der Welt, den Corryvreckan zwischen Scarba und Jura, wieder zu verlassen. Auf Jura hat George Orwell seinen berühmten, damals überaus futuristischen Roman, 1984, geschrieben. Jura ist gälisch für Insel der Rothirsche; hier leben ca. 5'500 von ihnen! |
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| Die Sonne kommt knapp durch die Wolken – wir treten die Rückfahrt an. |
Saturday, 17 September 2011
Haus gesucht – und gefunden!
Letzten Samstag Abend kam am Ende eines strengen Tages ein ziemlicher Hammer... Ich erwiderte einen Anruf, der im Lauf des Tages hereingekommen war: Meine Hausbesitzer wollen in unsere Gegend zurück kommen und haben mir auf Mitte November gekündigt – bloss eine Woche länger als ein Jahr, seit ich hier eingezogen bin!
Nun muss ich also schon bald wieder weg von Woodburn in Kilmore. Ich werde die netten Nachbarinnen und den wunderbaren Garten mit Bächlein vermissen.
Zum Glück habe ich lokal gute Beziehungen und – via facebook – bereits wieder eine Bleibe gefunden. Um den 22. Oktober gehts zurück nach Oban. Es wird dort weniger paradiesisch ruhig sein, doch ist das neue Haus, Grianan (gälisch für Sonnmatt – und meine spätere Kindheit hatte ich in Münsingen am Sonnmattweg verbracht), eine etwas bescheidenere Angelegenheit, etwas kleiner und kompakter, und an einem sonnigen Hang gelegen mit weitem Blick über den Westteil von Oban.
So werde ich auch im Winter mehr Sonne haben als hier in Kilmore, wo es die Sonne letzten 21. Dezember grad zehn Minuten in meine Küche schaffte und wo ich oft extrem heizen musste, um nicht zu frieren.
Auch einen sonnigen Garten hat es um Grianan herum, halt ohne Bächlein, dafür bin ich lediglich fünf Fussminuten von der Oban Bay entfernt und kann mich so am Wasser aufhalten. Und wärmer wird das aus Backstein gebaute Haus mit einem neuen Holzofen im Wohnzimmer auch. In Kilmore wohne ich in einem schlecht isolierten Holzrahmenbau aus den 70er-Jahren, als hier noch kein Mensch an Umweltschutz und Nachhaltigkeit dachte – dafür zahlen wir uns jetzt in diesen schlecht isolierten Häusern mit veralteten elektrischen Speicherofen dumm und dämlich und vergeuden viel Energie.
Nach dem ersten Schock der Überraschung und der Panik – Wo ziehe ich hin? Wie krieg ich Grossauftrag, Haussuche, Umzug etc. auf die Reihe? – fühle ich mich ganz gut, denn der nächste kalte Winter kommt bestimmt, und ich fror letzten Winter oft. Grianan, aus den 1940er oder 50er Jahren, ist besser isoliert und hat Gasheizung und -kochherd. In der Übergangszeit kann ich den Holzofen einfeuern und schön warm haben, ohne das ganze Haus heizen zu müssen.
Und Surfira (sprich Safira), meine "Katze für ein Jahr", wird sich schnell einleben. Das lustige, kluge Tier kommt mit allem klar, sofern man sie geduldig und liebevoll behandelt.
Ein Gästezimmer wird es auch in Oban wieder haben, doch leider keine eigene Gästedusche mehr, und Besuch wird sich das Bad mit mir teilen müssen. Doch ist das eine Kleinigkeit, vorausgesetzt, Gäste sind gut zu Fuss: der Zugang ist über eine ziemlich steile Aussentreppe...
Fotos gibts dann später.
Und damit mir nicht wieder das Gleiche passiert wie hier, habe ich mir einen Mietvertrag für 12 Monate mit Verlängerungsoption um drei Jahre ausbedungen, sowie "first refusal", falls die Besitzer das Haus verkaufen wollen. Das gibt mir etwas mehr Sicherheit.
Das Schönste? Ich kenne Grianan auch von innen, von früheren Besuchen und Übernachtungen dort, als meine erste Oban-Freundin Moira noch dort wohnte. Sie war mit den jetzigen Besitzern Teilhaberin am Haus, kam jedoch wegen Hüftleiden und anderen Gesundheitsproblemen mit der steilen Zugangstreppe zum Haus nicht klar. Mich stört das wenig, im Gegenteil: Es wird mir gut tun, mehr Bewegung zu haben.
Die grössere Nähe zu Oban bedeutet auch, dass ich wieder mehr mit dem Velo unterwegs sein werde; das schont auch das Budget, obwohl ich das Autofahren wirklich aufs Minimum beschränkt habe.
So bestätigt sich wieder einmal, dass jedes Ende der Anfang von etwas Neuem und meist auch etwas Besserem ist.
Nun muss ich also schon bald wieder weg von Woodburn in Kilmore. Ich werde die netten Nachbarinnen und den wunderbaren Garten mit Bächlein vermissen.
Zum Glück habe ich lokal gute Beziehungen und – via facebook – bereits wieder eine Bleibe gefunden. Um den 22. Oktober gehts zurück nach Oban. Es wird dort weniger paradiesisch ruhig sein, doch ist das neue Haus, Grianan (gälisch für Sonnmatt – und meine spätere Kindheit hatte ich in Münsingen am Sonnmattweg verbracht), eine etwas bescheidenere Angelegenheit, etwas kleiner und kompakter, und an einem sonnigen Hang gelegen mit weitem Blick über den Westteil von Oban.
So werde ich auch im Winter mehr Sonne haben als hier in Kilmore, wo es die Sonne letzten 21. Dezember grad zehn Minuten in meine Küche schaffte und wo ich oft extrem heizen musste, um nicht zu frieren.
Auch einen sonnigen Garten hat es um Grianan herum, halt ohne Bächlein, dafür bin ich lediglich fünf Fussminuten von der Oban Bay entfernt und kann mich so am Wasser aufhalten. Und wärmer wird das aus Backstein gebaute Haus mit einem neuen Holzofen im Wohnzimmer auch. In Kilmore wohne ich in einem schlecht isolierten Holzrahmenbau aus den 70er-Jahren, als hier noch kein Mensch an Umweltschutz und Nachhaltigkeit dachte – dafür zahlen wir uns jetzt in diesen schlecht isolierten Häusern mit veralteten elektrischen Speicherofen dumm und dämlich und vergeuden viel Energie.
Nach dem ersten Schock der Überraschung und der Panik – Wo ziehe ich hin? Wie krieg ich Grossauftrag, Haussuche, Umzug etc. auf die Reihe? – fühle ich mich ganz gut, denn der nächste kalte Winter kommt bestimmt, und ich fror letzten Winter oft. Grianan, aus den 1940er oder 50er Jahren, ist besser isoliert und hat Gasheizung und -kochherd. In der Übergangszeit kann ich den Holzofen einfeuern und schön warm haben, ohne das ganze Haus heizen zu müssen.
Und Surfira (sprich Safira), meine "Katze für ein Jahr", wird sich schnell einleben. Das lustige, kluge Tier kommt mit allem klar, sofern man sie geduldig und liebevoll behandelt.
Ein Gästezimmer wird es auch in Oban wieder haben, doch leider keine eigene Gästedusche mehr, und Besuch wird sich das Bad mit mir teilen müssen. Doch ist das eine Kleinigkeit, vorausgesetzt, Gäste sind gut zu Fuss: der Zugang ist über eine ziemlich steile Aussentreppe...
Fotos gibts dann später.
Und damit mir nicht wieder das Gleiche passiert wie hier, habe ich mir einen Mietvertrag für 12 Monate mit Verlängerungsoption um drei Jahre ausbedungen, sowie "first refusal", falls die Besitzer das Haus verkaufen wollen. Das gibt mir etwas mehr Sicherheit.
Das Schönste? Ich kenne Grianan auch von innen, von früheren Besuchen und Übernachtungen dort, als meine erste Oban-Freundin Moira noch dort wohnte. Sie war mit den jetzigen Besitzern Teilhaberin am Haus, kam jedoch wegen Hüftleiden und anderen Gesundheitsproblemen mit der steilen Zugangstreppe zum Haus nicht klar. Mich stört das wenig, im Gegenteil: Es wird mir gut tun, mehr Bewegung zu haben.
Die grössere Nähe zu Oban bedeutet auch, dass ich wieder mehr mit dem Velo unterwegs sein werde; das schont auch das Budget, obwohl ich das Autofahren wirklich aufs Minimum beschränkt habe.
So bestätigt sich wieder einmal, dass jedes Ende der Anfang von etwas Neuem und meist auch etwas Besserem ist.
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Thursday, 28 July 2011
Sommer in Schottland
Meine Lieben
Bis gestern später Abend genossen wir wochenlang das schönste Sommerwetter: heisse Tage und angenehm kühle Nächte, dazu nur ganz wenige der aufsässigen kleinen Beissfliegen, "midgies" genannt, die den Menschen hier oft die lauen Abende vergällen.
Doch jetzt ist offenbar wieder eher grau-feuchtes Wetter angesagt. Das heisst aber auch, dass ich meine Blumen im Garten nicht mehr zu giessen brauche. Auch das Grün leuchtet wieder grüner.
Hier ein paar Eindrücke der vergangenen Tage und Wochen.
Zuerst Oban im Sommer- und Festkleid:
Sodann Barran-Kilmore – frühmorgens, tagsüber, am Abend:

Beeren, Beeren!
Ein paar Eindrücke aus der weiteren Umgebung – zuerst die Jahrtausende alten Hinkelsteine im Kilmartin Glen, ca 45 Autominuten südlich von hier:
Zum Schluss zwei Selbstporträts und ein kühler Tipp für heisse Tage:
Bis gestern später Abend genossen wir wochenlang das schönste Sommerwetter: heisse Tage und angenehm kühle Nächte, dazu nur ganz wenige der aufsässigen kleinen Beissfliegen, "midgies" genannt, die den Menschen hier oft die lauen Abende vergällen.
Doch jetzt ist offenbar wieder eher grau-feuchtes Wetter angesagt. Das heisst aber auch, dass ich meine Blumen im Garten nicht mehr zu giessen brauche. Auch das Grün leuchtet wieder grüner.
Hier ein paar Eindrücke der vergangenen Tage und Wochen.
Zuerst Oban im Sommer- und Festkleid:
Sommersonnenuntergang über der Bucht von Oban, fast ganz im Norden (über der Insel Lismore und der Halbinsel Morvern)
Aufnahme vom 12. Juli 2011, zehn vor zehn
Aufnahme vom 12. Juli 2011, zehn vor zehn
Oban in Feststimmung, während der Feiern zum 200. Jahrestag von Oban mit "Stadt"-Status
(1811 wurde dem kleinen Fischerort Oban der Status einer "Burgh" zuerkannt). Aufnahme vom 13. Juli 2011.
(1811 wurde dem kleinen Fischerort Oban der Status einer "Burgh" zuerkannt). Aufnahme vom 13. Juli 2011.
Oban im Sommerkleid – Aufnahme vom 13. Juli 2011
Sodann Barran-Kilmore – frühmorgens, tagsüber, am Abend:
Am Geburtstag meiner einzigen Nichte bricht der Tag hier so an – Aufnahme vom 14. Juli 2011, fünf vor fünf
Der Garten, der zum Haus namens Woodburn in Kilmore gehört – am 18. Juli 2011, kurz vor 14 Uhr.
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| Auf der Eingangsseite des Hauses blüht dieser Rosenstock seit April fast ununterbrochen, Blüte um Blüte – Aufnahme vom 4. Juli 2011. ![]() |
Die schönsten, duftendsten Rosen kommen im Hauptteil des Gartens jetzt zu ihrer zweiten Blüte (27.7.2011).
Es ist heiss! Sogar kleine Katzen verdursten fast... (27.7.2011)

Abendhimmel von meinem Garten aus – 18. Juli 2011, 22h20
Anblick des Abendhimmels von Kilmore-Barran aus – 21. Juli 2011, 22h – die Tage werden jetzt doch deutlich kürzer!
Beeren, Beeren!
Sommerbeeren, wild gepflückt (rote und weisse Himbeeren, Walderdbeeren) und selber gezogen
(Stachelbeeren, im Bernbiet "Chroosle" genannt) – Aufnahme vom 13.7.2011
Gleich neben meinem Haus frisch gepflückte Walderdbeeren –
die heutige Portion in der eben eingetroffenen Geburtstagsschale – Danke, Fré! – Aufnahme vom 19.7.2011
die heutige Portion in der eben eingetroffenen Geburtstagsschale – Danke, Fré! – Aufnahme vom 19.7.2011
Ein paar Eindrücke aus der weiteren Umgebung – zuerst die Jahrtausende alten Hinkelsteine im Kilmartin Glen, ca 45 Autominuten südlich von hier:
Kilmartin Glen – Nether Largie Komplex: der grosse Zentralstein mit markanten Schalen und Ringmustern – eine Seltenheit!
Foto vom 23. Juli 2011
Foto vom 23. Juli 2011
Kilmartin Glen – Nether Largie Komplex – Foto vom 23. Juli 2011
Sodann ein paar Eindrücke vom malerischen Loch Melfort und dem wunderschönen Arduaine Park:
Blick über Loch Melfort vom Melfort Hotel aus – Foto vom 23. Juli 2011
Ein Juwel im Juwel: Türkenbundlilien im wunderschönen öffentlich zugänglichen Park von Arduaine
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011
Eine wilde Rose hat von einem grossen Rhododendron Besitz genommen. Im Park von Arduaine
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011
(Arduaine Garden) beim Melfort Hotel – Foto vom 23. Juli 2011
Bei meiner Haustür – Foto vom 20. Juli 2011 – da wars grad nicht so sonnig.
Frisch gespült – nach einem erfrischenden Bad im nahegelegenen Naturteich mit Wasserfall – Foto vom 27. Juli 2011
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| Und dies ist der Ort der Erfrischung: Im Glen Feochan (auch Musdale glen genannt) hat es dieses wunderbare, natürliche Planschbecken mit Wasserfall – 27. Juli 2011 ... da kommen Kindheitserinnerungen an Planschereien in der Sensematt bei Thörishaus auf! |
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