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Wednesday, 9 June 2010

25 Monate in Oban...

Hallihalloo!

Zur Zeit sind mein jüngster Bruder und meine Schwägerin hier zu Besuch. Ich geniesse es sehr und habe den Eindruck, es gefällt ihnen hier. Es ist das erste Mal, dass wir mehr als ein paar Stunden zusammen verbringen, seit Rolf und ich Teenager waren. Spannend!

Die beiden haben bis jetzt überaus grosses Wetterglück. Gestern Abend waren wir im Waypoint Bar and Grill, dem kleinen Restaurant in der Oban Marina an der Nordspitze der Insel Kerrera zum Nachtessen. Da hatten wir zum ersten Mal etwas Regen, aber ganz sanft und fein -- wir wurden kaum nass, und Judith sah auf dem Nachhauseweg ihren ersten 1/8 Regenbogen (sie meinte, es sei ja hier gar nicht schottisches Wetter; ihre Freunde, zur Zeit auf Sardinien, hätten mehr Regen als wir hier).

Heute Vormittag hats wieder ein wenig geregnet; die beiden sind im Städtchen. Morgen reisen sie via Mull nach Iona , wo sie vor allem die Iona Abbey besuchen wollen. Der Wetterbericht ist wieder sehr gut, und bereits sind die Wolken viel heller. Am Nachmittag werden wir wohl Sonne haben. Ich bin heute zuhause angebunden, da am Nachmittag wie jeden Mittwoch zwei Privatschülerinnen hierher kommen. Ist schon ok, und bringt ja auch ein wenig Geld.

Gestern/Heute feiere ich 25 Monate Oban -- die Zeit ist irre schnell vorbei gegangen, wirklich wie im Flug, auch wenn das ein Cliché ist. Meine Nachbarn haben dazu gelernt und sind sehr viel rücksichtsvoller geworden – so kann ich viele Stunden wirkliche Stille geniessen, ohne weit reisen zu müssen.

Ich geniesse es immer noch und immer wieder, hier zu leben, wenn ich auch ab und zu Familienangehörige und alte FreundInnen vermisse. Ich will es einrichten, Euch bald einmal zu besuchen.

Und falls Ihr von einem Zugunglück zwischen Glasgow und Oban gehört habt: Ja, letzten Sonntag ist wegen Steinschlag der Abendzug von Glasgow nach Oban entgleist, ganz in der Nähe des Cruachan Kraftwerks, das wir ja besucht haben. Der vordere Wagen hängt noch schräg übers Bord hinaus und könnte auf die Strasse darunter fallen, vielleicht sogar ins Loch Awe. Deshalb ist auch die Strasse gesperrt. Es herrscht, soviel ich weiss, immer noch grosses Köpfekratzen, weil in Oban kein Kranwagen steht und alles von Glasgow her eingefahren werden muss. Der hintere Wagen hält den entgleisten vorderen Wagen bisher an Ort; es wird also ziemlich kompliziert.
Hier findet Ihr allenfalls mehr und sehr aktuelle Informationen, halt nur auf Englisch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Falls_of_Cruachan_derailment
und hier ein erstes Video:


Die Passagiere im entgleisten Wagen müssen schreckliche Minuten erlebt haben, und alle wurden geschreckt, als beide Wagen Feuer fingen. Es scheint aber, dass diese Brände schnell gelöscht wurden. Eine meiner Bekannten war im vorderen Wagen und trug Schürfungen und zerschlagene Lippen davon; sonst ist sie wohlauf, obschon ihr der Schreck noch heute in den Gliedern steckt.

Oban war die ganze Nacht von Sonntag auf Montag von Lärm erfüllt: Helikopter, Feuerwehr, Ambulanzen... Ich dachte mir schon, dass etwas Schlimmes passiert sei, aber eine Entgleisung kam mir nicht in den Sinn.

Von hier aus ist die Auswirkung deutlich spürbar, im Sinne von sehr viel weniger Verkehr. Das tut der Touristenseite nicht besonders gut... Wir können nur hoffen, dass die Eisenbahngesellschaft die Sicherungsvorkehrungen an der von Steinschlag gefährdeten Flanke des Ben Cruachan bald verbessert!

Soviel für heute. Um die Wirtschaft ein wenig anzukurbeln will ich jetzt einkaufen gehen. Inzwischen scheint hier wieder die Sonne und ist es deutlich wärmer als am Morgen.

Häbets guet und tragt Euch Sorge!

Saturday, 22 May 2010

Der erste richtige Sommertag

Heute war hier in Oban der erste richtige Frühsommertag -- Sonnenbaden, Gartenarbeit, Segeln, sogar Schwimmen war heute angesagt. Die ca. 10 Minuten nördlich von Oban in Dunstaffnage gelegene Schottische Vereinigung für Meereswissenschaften (SAMS – Scottish Association for Marine Science) hat ein Festival organisiert, das am 21.5. angefangen hat und bis am 31.5.2010 dauert. Heute war Tag der offenen Tür beim "Lifeboat" (Seerettung), beim "Lighthouse Boat" (Unterhalt der Leuchttürme und Leuchtboyen) und beim Oban Segelclub. Für wenig Geld hätte man auch Probeläufe im Meerkajak oder Kanadischen Kanu machen können.
Mich verschlugs am frühen Morgen an den Hafen von Oban, der unter einer dicken Nebelschicht lag. Danach zurück zum Haushalten (Aufräumen, Waschen nach Besuch aus Belgien), Einkaufen und etwas Gartenarbeit, während die Waschmaschine lief.Die Blumenrabatte sieht ganz passabel aus – schöne Überraschungen gibts immer wieder, so zum Beispiel die gelbe "Multi-Tulpe" (oben) und die gelben Mohnblumen (unten), die in den Mombretien wachsen, neben einer hohen Akelei, Goldlack und Alkanet (einer Färberpflanze für rot).
Schliesslich beschloss ich, mit dem Velo ans Wasser zu fahren. Und da kam ich ganz unverhofft zu einem kurzen Segelabenteuerchen auf einem Segelboot -- nur eine knappe halbe Stunde, aber wirklich toll, mit gutem Wind und in guten Händen.Am Abend fuhren eine Freundin und ich eine halbe Stunde südwärts nach Isle of Seil / Ellenabeich, um Gedichte, Gesang und Musik zum Thema Meer zu geniessen. So sahs dort bei unserer Ankunft um 19h15 aus:Und so sah es ca. 1 h später aus – der aufziehende Nebel hat alles eingehüllt; die Sonne dringt kaum noch durch. Es ist emfpindlich kühler geworden.Auf der Heimfahrt fuhren wir minutenlang durch stockdicken Nebel, doch in Oban war die Sicht wieder ganz klar. Richtig mysteriös.

Monday, 3 November 2008

Mein "kleines" Brüderchen ist 50!


Guten Tag

Heute hat mein "kleiner" Bruder Geburtstag, den ganz besonderen, der das halbe Jahrhundert markiert. Hier eine Geburtstagsfoto für ihn (vom 8.2.08, etwa dort geht jetzt die Sonne unter hinter der Nordspitze von Kerrera, einer kleinen Insel, die Oban vorgelagert ist).

Happy birthday, R.!