Thursday, 20 September 2012

Therese Bichsels neuer Roman: Grossfürstin Anna – Flucht vom Zarenhof in die Berner Elfenau

Meine Lieben

Leider etwas zu spät für die eigentliche Buchvernissage bei Stauffacher in Bern (gestern Abend), doch hoffentlich nicht zu spät überhaupt:

Grossfürstin Anna – Flucht vom Zarenhof in die Berner Elfenau

Der jüngste Roman meiner Freundin Therese Bichsel wurde gestern Abend öffentlich lanciert.
In ihrer Romanbiografie schneidet Therese ein spannendes Kapitel in der Berner- und Weltgeschichte an. Hier ihre eigenen Worte (s. Therese Bichsels Website):

Ende August 2012 ist der Roman 'Grossfürstin Anna' erschienen. Vor einiger Zeit steiss ich auf Anna Feodorowna (1781-1860) und war bald fasziniert von dieser Frau, ihren schwierigen Männerbeziehungen und ihrem Kampf um die unehelichen Kinder in einer Zeit des Umbruchs.

Nach viel Recherche- und Schreibarbeit liegt das Schicksal der kleinen deutschen Prinzessin Juliane, die zur russischen Grossfürstin Anna wurde und ihren Geschwistern den Weg in die Königshäuser Europas ebnete, aber selbst ein eher bescheidenes Leben in Bern führte, nun als Romanbiografie vor.


Und hier findet sich eine ausgezeichnete Besprechung von Tina Uhlmann in der BZ – ein schön illustrierter Ausflug in die noch schönere Elfenau, die jetzt dank Therese ein paar Geheimnisse mehr offenbart: Russische Fürstin wirkte Wunder in Bern

Viel Vergnügen bei der Lektüre!


====> Therese Bichsel liest aus ihrem neuen Roman: 

• Mittwoch, 26. September 2012, 20 Uhr: Buchtaufe in Zürich
in der Buchhandlung Zum Bücherparadies, Seefeldstrasse 83 • 044 380 60 70

• Samstag, 13. Oktober 2012, 16 Uhr: Lesung mit Musik und Mobiliarbesichtigung
im Schloss Oberhofen, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literatur im Schloss"
16.00 - 17.00  im "Salon Anna Feodorowna"
Kurzführungen im Zimmer, das mit Mobiliar und Bildern aus dem Besitz der Grossfürstin Anna Feodorowna eingerichtet ist und an ihre Zeit in der Elfenau erinnert.
Gratis mit Museumseintritt oder mit Eintritt Lesung Therese Bichsel
.

16.00 - 17.00  Lesung mit Therese Bichsel
Therese Bichsel liest aus ihrem soeben erschienenen Roman "Grossfürstin Anna". Die bewegende Frauen-Biografie über das Schicksal der Prinzessin Juline von Sachsen-Coburg (1781 - 1860), die als Anna Feodorowna in die Geschichte einging. Musikalische Begleitung: Marianne Keller, Flöte.
CHF 15.00 inkl. Museumseintritt.


• Freitag, 26. Oktober 2012, 20.15 Uhr: Lesung mit Musik
im Stadtkeller UnterseenBillettvorverkauf eine Woche vor dem Anlass bei
Dropa Drogerie Günther, Bahnhofstr. 25, 3800 Unterseen • 033 826 4040  oder in der
Dropa Filiale Zentrum Interlaken Ost • 033 823 80 30

Monday, 17 September 2012

Poésie végétale – Exposition à la Villa Dutoit, Genève

vernissage jeudi 20 septembre 2012 dès 18h

poésie végétale

Exposition en résonance avec les événements pour l’année Jean-­Jacques Rousseau

du 21 septembre au 14 octobre 2012

avec les artistes Isabelle Battolla, Elisabeth Beurret, Renée Furrer, Mireille Rigotti, Nina Schipoff, Beatrix Sitter-­Liver,  Collège de Saussure option artistique 3ème année

La Villa Dutoit a choisi le côté naturel, botanique et la vision optique de ce philosophe genevois,
écologiste avant l’heure. Apprendre à voir était dans les écrits de Jean-Jacques Rousseau un thème récurrent auquel il a tenté de répondre à son époque.
Qu’en est-il aujourd’hui ?
Jean-Jacques Rousseau ne voyait pas seulement le côté botanique dans la nature, mais il voulait aussi nous inciter à y voir l’essence même de celle-ci et les sentiments qu’elle produit sur nos émotions.
L’exposition de la Villa Dutoit rejoint cette pensée et donne à voir et à ressentir nos émotions face au retour des matières et des formes végétales. Le parc se prête à ce jeu, ainsi que les 9 salles de la Villa.

> Workshop samedi 15 septembre de 10h à 17h
avec Mireille Rigotti, Land Art dans le parc (sur inscription)

Pour en savoir plus: www.villadutoit.ch

La Villa Dutoit
Chemin Gilbert-Trolliet 5
1209 Petit-Saconnex
Suisse

Courrier: CP 464
1211 Genève 19
Suisse

T 0(041 0)22 733 05 75
E info AT villadutoit.ch
www.villadutoit.ch

Friday, 31 August 2012

Erinnerungen...

Gestern war der 20. Todestag meiner Grossmutter väterlicherseits, Linda Joss-Minder. Sie starb im hohen Alter von 96 Jahren, in der Gegenwart meiner Mutter, die uns berichtete, dass die Kirchenglocken von Langenthal und ein heller Spätsommermorgen unsere Grossmutter in ihren letzten Momenten begleitet hatten.
Selber war ich am Vortag noch bei ihr; sie hatte noch eine grosse Operation überstehen müssen und daher im Spital, war aber ruhig und schien schmerzfrei und entspannt.
Ihr Leben war ein langes und gezeichnet von zwei Weltkriegen, harter Arbeit, Geselligkeit, Bescheidenheit, tiefer Gläubigkeit, die sie aber nicht an die grosse Glocke hängte.
Sie liebte ihr Haus am Sonnmattweg in Münsingen. Vor allem liebte sie ihren Garten und den grossen, schönen Kirschbaum. Noch im Pflegeheim, als ihr Hirn von Alzheimer's Demenz ganz zerfressen war, sprach sie von roten und schwarzen Kirschen, und auch von Äpfelschnitzen, die auf den Hurden im Estrich am Trocknen lagen.
Ihre verworrenen Erinnerungen liessen sie Vater, Bruder und Sohn zu einer Person zusammen schmelzen, Schwestern und Schwiegertochter wurden zur Mutter; oft sprach sie Hochdeutsch wie in ihren Jahren als junge Köchin.
Als Kind war ich oft bei ihr und Grossvater in den Ferien. Später zogen wir von Signau i/E dorthin und lebten einige Jahre in einem Drei-Generationen-Haushalt, was nicht immer einfach war.
Wie verabscheute ich die Jäterei im Garten an der Hitze! Oder das schier endlose Verarbeiten der Kirschen. Und doch genoss ich auch das Ernten der Früchte und Beeren, die Blumen und das Gemüse im Garten.
Heute liebe ich Gartenarbeit. Jäten ist Meditation über die Kraft der Natur, ihre grenzenlose Fruchtbarkeit, die Schönheit der Farben, kleinster Blüten und Blättchen, Käfer, Spinnen, Insekten, Schmetterlinge, Vogelgesang, Bienengesumme und Hummelgebrumm.

Monday, 27 August 2012

Grianan

Fotos von meinem schon nicht mehr so neuen Zuhause in Oban. Vor Kurzem konnte ich den Mietvertrag bis Mitte Oktober 2013 verlängern. Danach sehe ich weiter...
(Übrigens: Falls Fotos angeschnitten erscheinen, einfach darauf klicken und Grossansicht "geniessen"!)

"Grianan": Teil des Holzgeländers der Zugangstreppe, Haustür, Badezimmerfenster
"Grianan": Blick vom Gartenhaus in Richtung Südwesten.
Die strassenseitige Ecke des Kings Knoll Hotel macht den Horizont.
"Grianan": Blick von der Strasse in die nordöstliche Ecke des Gartens mit Gartenhaus,
Nachbarhaus und Fenster meines Gästezimmers.
Oben: "Grianan": Blick von der Strasse in Richtung Süden. Vlnr: Hausecke "Grianan", gefolgt von Gemüsegarten sowie Nachbarsgarten und -haus ("Victoria Villa").
Wohnzimmer noch ohne Bilder.
Gleich am ersten Tag nach dem Einzug nahm Surfira, meine heissgeliebte Katze "für ein Jahr"
Beschlag vom Sofarücken. Von hier aus hatte sie einen guten Überblick über die Umgebung.
Am 24. August 2012 kehrte sie zu ihrer angestammten Familie zurück.
Ende Januar 2012 schien die Sonne durchs Esszimmer und zeichnete den Schatten
von Surfira auf die Wohnzimmerwand neben dem Sofa.
Mein Esszimmer ist auch schon als Bibliothek bezeichnet worden. Ich unterrichte hier, lese, esse mit meinen Gästen...
Teilansicht meines Esszimmers – ich hatte gerade lieben Besuch aus der Schweiz.
Das Wohnzimmer hat einen kleinen Holzofen. Durch meine endlich Vorhang-gezierte Gartentüre sieht man im Bild rechts auf den Rasen und ein paar Hausdächer/Häuser im kleinen Quartier unten am Abhang.

"Grianan": Blick vor dem Haus. Vor Wohn- und kleinem Schlafzimmer liegt eine Sonnenterrasse
(das Velo steht inzwischem im Gartenhaus).
Das Tal zwischen "Grianan" und dem Horizont heisst Longsdale – "Tal der Schiffe" (ein skandinavisches Wort).
Die Häuser verdecken  den Blick auf eine ansehnliche Siedlung mit Dutzenden von weiteren Häusern.
Waschtag! Neben "Grianan" in Blickrichtung Süden liegt oben am steilen,
mit fast das ganze Jahr über blühenden Büschen Abhang ein Stück Rasen mit Wäscheleinen.

Gleich anschliessend folgt ein relativ grosser Gemüsegarten. Dieses Bild entstand im November 2011,
da war noch nicht gejätet und angepflanzt.
Der Blick aus meinem Küchenfenster geht über den Parkplatz des Nachbarhäuschens und fällt auf eine Ecke des Kings Knoll Hotel, von wo aus die Hauptstrasse steil an die Bucht von Oban hinunter führt.


Oben: Blick auf die Hauptstrasse, die von Norden nach Oban hinunter führt.
Grianan steht ungefähr auf halber Höhe von der Krete zum Wasser etwas unterhalb der Strasse, von wo aus man bloss die obersten Ziegelreihen des Daches sieht.  Ein Dutzend Stufen führen von der Strasse zum Hauseingang hinunter.
Unten: Wochenlang konnte ich die feinsten Beeren ernten!
Unten rechts: Das Ergebnis eines kurzen "Raubzuges" durch meinen Garten.

Auf der anderen Seite des Häuschens "Grianan",
zwischen der Giebelwand und dem Nachbarhaus
in nordöstlicher Richtung, steht ein rundes
Dutzend Himbeerstauden.




Badezimmer. Nicht im Bild: links hinter der Türe steht eine Badewanne.
Angeschnitten rechts: Dusche mit doppelter, viertelrunder Glasschiebetüre.
Gästezimmer in "Grianan".
Das angenehm grosse Doppelbett in meinem Gästezimmer.
Wenn chunnsch oder chömeter? :)

Monday, 25 June 2012

Viiiiielen Dank!

Liebe Alle

Ganz, ganz vielen Dank für alle Eure Geburtstagswünsche und -grüsse, für die Blumen, die Geschenke, die £100 für Oban Concern for Palestine gespendet ...

... und natürlich ganz besonderen Dank an mein Mueti für sein ermutigendes Dasein, das Lied und die Blumen zum Tag, meinem Vater für seine guten Wünsche, und meiner ganzen Familie für Grüsse und Karten und und und...

Mein Neffe Ricardo hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich letzten Samstag 56,4 Millionen Kilometer weit um die Sonne gereist bin! Wow!

Quizfrage: Wie manches Jahr haben wir auf dem Planet Erde dafür gebraucht? ;)

Herzlichste Grüsse in die Runde und alles Gute!

Peace! Pax! ¡Paz! Frieden! Paix! Pace! Shalom! Fois! Sìth! Eirene! Salaam!
[/) Blogger will offenbar keine griechischen oder arabischen Buchstaben hier]

PS: Mehr Fotos vom Fest und so gibts übrigens hier:
http://www.flickr.com

Monday, 11 June 2012

The Road to Bop - The Gilad Atzmon & Frank Harrison Duo in Bern, Switzerland: 28 Jun 2012, 7pm

The Road to Bop - The Gilad Atzmon & Frank Harrison Duo
Gilad Atzmon (sax), Frank Harrison (p) 
28. Juni 2012 ab 19:00 im Forum Altenberg, Altenbergstrasse 40, Bern

Ein Konzert mit dem "Gilad Atzmon and Frank Harrison Duo". 
Anschliessend Gespräch und Buchpräsentation mit Gilad zu seiner jetzt auf Deutsch erschienenen Studie "The Wondering Who?" zur Politik jüdischer Identität (in englischer Sprache mit Simultanübersetzung von Dr. Gabi Weber, Freiburg).

Der in Israel geborene und nach England emigrierte Jazzmusiker und Komponist Gilad Atzmon brilliert nicht nur am Saxophon und an der Klarinette. Der Multi-Instrumentalist hat mit seiner Londoner Band, dem Orient House Ensemble, bis jetzt sieben exzellente Jazz-Alben herausgebracht, die von den Kritikern gefeiert wurden. Sein Album Exile wurde von der BBC als Jazzalbum des Jahres 2007 ausgezeichnet.
Auch als politischer Schriftsteller hat sich Atzmon mit seinen Büchern sowie den weltweit auf vielen Internetportalen veröffentlichten Artikeln einen Namen gemacht.
Er nennt sich selbst einen "Hebräisch sprechenden Palästinenser" und scheut nicht davor zurück, sein Geburtsland Israel scharf zu kritisieren. 


Gilad Atzmon wird über seinen persönlichen Weg zum Jazz, über Musik und Ethik sprechen und sein im Juni auf Deutsch erscheinendes Buch "The Wandering Who?" vorstellen. Darin hinterfragt er den jüdischen Identitätsdiskurs und dessen Instrumentalisierung durch den Staat Israel. 

Im Konzertteil des Abends wird Gilad Atzmon von Frank Harrison begleitet, dem Pianisten des erfolgreichen Orient House Ensembles, der gerade sein neues Album "Sideways" herausgebracht hat. In dem reduzierten Kontext eines Duos erkunden sie den sich aus ihrem wechselseitigem künstlerischen Tiefengespür ergießenden Strom von Esprit, Witz, Pathos und Freiheit, indem sie Standardelemente und Eigenkompositionen stets zu neuer Vitalität erwecken und zu einem vor Geist und Virtuosität sprühenden Echtzeitdialog entzünden, der das wahre Wesen des Jazz ausmacht. 


(Mit Dank an Ron Ganzfried für Hinweis und Informationen)

Wednesday, 6 June 2012

Frühsommerlicher Rückblick

Zurück im "Leben normal" nach zwei langen Autoreisen, liebem Besuch aus der Schweiz und dem Festwochenende für die 86-jährige Königin Elisabeth, die vor über 60 Jahren den Thron bestieg.

Ich fuhr in die Schweiz auf Besuch zu meiner Familie und wurde im Haus meines älteren Bruders wunderbar beherbergt. 
Meine Mutter hat inzwischen drei grosse Operationen hinter sich, erholt sich aber prächtig; zwei Neffen und eine mir nahe stehende junge Dame feierten ihre Geburtstage. Ich traf unzählige FreundInnen, besuchte zwei alte Kundinnen in Zürich, nahm an der GV der Schweizer ÜbersetzerInnen... und an einer Klassenzusammenkunft teil. Es herrschte anfangs die grosse Hitze, was eher mühsam war. Doch genoss ich dann die wunderbare Abkühlung.
Schliesslich fuhr ich quer durch Frankreich von unten rechts bis oben links, mit Zwischenhalt in Chartres und Kanalüberfahrt von Cherbourg nach Portsmouth. 
Auf der Hinfahrt von Schottland nach Dover durfte ich in der Nähe von London die Gastfreundschaft einer alten Freundin geniessen. Auf der Rückreise übernachtete ich in einem überaus netten B&B in Fareham und danach bei meiner Cou-Cousine und ihrem Mann in ihrem eleganten Haus am Rand eines hübschen alten Städtchens in der Nähe von Stafford.
Die Fahrten boten lauter liebevolle Begegnungen und wunderbare Anblicke – einfach herrlich! 

Seit meiner Rückkehr gabs auch noch eine Autofahrt auf die Insel Skye hinaus für das Sommertreffen der Schottischen ÜbersetzerInnen. Auch da: wunderbar warm – sogar schon fast zu heiss zum Schlafen. Wir  schwammen im Meer und in einem Süsswasserseelein am Fuss der berühmten Cuillins, einer schroffen Bergkette, und sahen vom Boot aus sogar die Rückenflosse eines Wals, eine lange Reihe Delphine und jede Menge Seehunde.

Inzwischen ist es wieder kühler. Ich hatte wunderbaren Besuch aus der Schweiz, und die Königin haben wir nun auch gebührend gefeiert. Die unerwartet trockenen, sonnigen Tage seit der Abreise meiner Gäste  nutzte ich zum Herausputzen des Gartens. Zudem entstand gestern endlich einer meiner grossen Vorhänge fürs Wohnzimmer während am Computerbildschirm die Geschehnisse in London liefen.



Jetzt gehts wieder zurück ins "Leben normal". Fotos folgen sobald als möglich.